Startseite | Kontakt

August Weidmann

Industrieller und grosser Gönner von Lufingen.

August Weidmann kam als drittes von neun Kindern am 5. Mai 1842 zur Welt. Sein Vater war Fritz Weidmann von Lufingen, seine Mutter Esther Schäppi. Er war in zweiter Ehe mit Lucie Amalie Züst (1850–1919) verheiratet, das Ehepaar blieb kinderlos. Seine erste Ehefrau Amalie Siegfried ist im ersten Ehejahr verstorben.

August Weidmann war ein Patron, wie man ihn heute nicht mehr findet. Mit seinem Partner Julius Schwarzenbach führte er die Färberei Weidmann in drei Jahrzehnten zu einem stetig wachsenden Industriebetrieb. Ab 1895 war Weidmann alleiniger Besitzer und wandelte das Unternehmen 1907 in eine AG um.

Er war bereits zu Lebzeiten ein Philanthrop. So gründete er nicht nur eine Fabrikkrankenkasse (1862), er unterstütze auch unzählige gemeinnützige Projekte in seiner Wohngemeinde Thalwil, erwarb und baute Häuser, die er den Mitarbeitern zu günstigen Mieten oder Hypothekarzinsen übergab und überlies testamentarisch der Gemeinde Thalwil Fr. 1.65 Millionen für gemeinnützige Projekte. Er war Gründer der August-Weidmann-Fürsorgestiftung, die auch heute noch Menschen unterstützt welche in eine Notlage geraten sind.

August Weidmann vergass aber auch nicht die Wurzeln seiner Herkunft. So unterstütze er die Lufinger und übernahm 1917 die Kosten für die Renovation der Kirche sowie den Kauf des Grundstückes für den Gemeindeplatz. Häuser waren seine Passion, so wollte er auch Schloss Lufingen zum Glanz vergangener Tage verhelfen - natürlich auf seine Kosten. Leider wurde er vom damaligen Kantonsbaumeisters mit den Worten "Das ist Sache des Staates!" vergrault.

August Weidmann-Züst, der grosse Gönner von Lufingen, starb am 15. September 1928 in Thalwil.