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Lufingen-Augwil



„Nicht jeder Ort in der Welt kann sich rühmen, der „Perle des Ostens“, dem heute noch wunderschönen, entzückenden Damaskus gleich, zu den ältesten auf Erden gezählt zu werden oder an Bedeutung der „ewigen Roma“ gleichzustehen, die in der Geschichte des Altertums und Mittelalters und in der Neuzeit eine einzigartige Stellung einnimmt. Und doch hat jeder Ort seine Bedeutung fürs Ganze, und mancher kleine, vom Weltmarkt abseits liegende, birgt historische Erinnerungen, die wert sind, der Vergessenheit entrissen zu werden, und wäre es nur darum, um denen Freude zu machen, die jetzt an der Stätte der Väter und Vorfahren leben. Darum sind die folgenden Zeigen geschrieben worden.

Die’s angeht, wissen schon, wo Lufingen liegt. Und wer sich als Fernstehender dafür interessiert, weil er ein Freund von alten „Gemäuern und Historien“ ist und immer wieder gerne etwas vernimmt, wie’s vor alten Zeiten im engeren und weiteren Vaterland ausgesehen hat, dem sei gesagt:

Lufingen ist ein Dörfchen…, zwischen Kloten und Embrach, in freundlicher Gegend am Fusse des schönbewaldeten, wenn auch unschön benannten „Ghei“, lieblich gelegen. In zehn Minuten schon ist das Dörfchen von Embrach erreicht.

Das Interessante aber aus seiner Vergangenheit knüpft sich vornehmlich an zwei Namen. Ausserhalb des Dorfes, ein Steinwurf von der Kirche entfernt, steht auf luftiger Anhöhe, weithin sichtbar, das ehemalige „Schloss“, das jetzige Pfarrhaus. In der Dorfkirche aber verkündigte während 30 Jahren mit beredeter Zunge das lautere Evangelium Pfarrer Rebmann, im 16 Jahrhundert um seines evangelischen Bekenntnisses willen auf der Küssaburg bei Kaiserstuhl geblendet….“*

Welche interessante und heute noch gültige Worte. Geschrieben wurden sie jedoch vor fast 90 Jahren von Max Thomann. Es war dem Autor schon zu seiner Zeit bewusst, dass es sich lohnt die Geschichte von Lufingen zu erzählen und zu bewahren.



(*zitiert aus: Aus der Geschichte und Sage des unteren Tösstals)

Sept 1950 - finden sie die Lufinger Seilbahn?

Mühlekanal - Jahrzehnte verborgen

Neu - Es ist uns gelungen in den Wasserkanal der ehemaligen Mühle zu gelangen. Fotos unter Folder Mühle

Restaurant Hirschen - man beachte das Schild

Abgebrannte Ziegelei - Ziegeleistrasse

Schmitte an der heutigen Zürcherstrasse

Lufingen ca. um die Jahrhundertwende, man achte auf die alte Mühle und die Ziegelei

Die heutige Zürcherstrasse um ca 1916

Lufingen ca um 1940

André Malraux sagte einst "Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern."

Die beiden Dorfteile Lufingen und Augwil erlebten in den zwei vergangenen Jahrzehnten eine Wachstumsrate die zu den höchsten im Kanton gehörte. Um zu florieren und prosperieren und um eine unabhängige Gemeinde zu bleiben benötigt man heutzutage eine gewisse Grösse. Leider hat Wachstum auch seine Schattenseiten, so zum Beispiel Verlust einer gewissen lokalen Identität, Abbruch älterer Gebäude und eine Veränderung des Dorfbildes.

Es ist uns ein Anliegen, dass die Lufinger, Augwiler, Moosbrunner sowie Hinter- und Vordermarchler Vergangenheit - die Erinnerung an ihr Dorf, ihre Gebäude, ihre Landschaft aber auch an ihre Einwohner und ihre Geschichten - nicht in Vergessenheit gerät.

Lassen Sie uns ihre Erinnerung an Ihr Lufingen für kommende Generationen erhalten. Besitzen Sie alte Fotos, Zeitungsartikel, Postkarten? Gerne möchten wir Sie bitten uns Kopien zur Verfügung zu stellen oder erzählen Sie uns die Geschichte Ihrer Familie. Die Seite hat keinerlei kommerzielles Interesse. Wir sind vor allem an Fotos datiert vor 1970 interessiert.

Kontaktieren Sie uns unter: 078 611 29 98 (Michael Zobrist) oder mike.zobrist@bluewin.ch

Tauchen Sie nun ein und geniessen Sie einige Impressionen aus einem längst vergangenen Lufingen.

Michael Zobrist
Januar 2012